RheinEnergie und The Mobility House Energy verlängern Zusammenarbeit bis Ende 2028

28. Juli 2026|München / Köln

  • Nach erfolgreicher Pilotphase tritt die Kooperation in die kommerzielle Phase ein.
  • ChargeFlex ermöglicht das clevere Laden zu Hause und bindet Elektrofahrzeuge intelligent ins Energiesystem ein.
  • Perspektivisch soll bidirektionales Laden das Effizienzpotenzial der Elektromobilität weiter heben.

Die RheinEnergie AG und The Mobility House Energy setzen ihre Zusammenarbeit im Bereich intelligenter Ladelösungen für Elektrofahrzeuge fort. Die beiden Unternehmen führen ihre Kooperation zunächst bis Ende 2028 weiter. Nach einer rund einjährigen Pilotphase geht die Partnerschaft damit in die kommerzielle Phase über. Im Mittelpunkt steht der gemeinsam entwickelte Autostromtarif ChargeFlex, mit dem Privatkundinnen und -kunden ihr E-Auto dann laden, wenn Strom günstig und reichlich verfügbar ist.

Was ChargeFlex für Kundinnen und Kunden bringt

Mit ChargeFlex laden Privatpersonen ihr Fahrzeug zeitlich flexibel, wenn die Nachfrage gering und viel Strom aus erneuerbaren Energien im Netz ist. Eine App steuert das Laden automatisch, sodass sich niemand selbst mit schwankenden Börsenpreisen befassen muss. Arbeits- und Grundpreis sind für zwölf Monate garantiert. Für jede smart geladene Kilowattstunde erhalten Kundinnen und Kunden einen Bonus von 10 Cent, der mit der Jahresrechnung verrechnet wird. Wer beispielsweise 2.500 Kilowattstunden im Jahr smart lädt – das entspricht rund 15.000 Kilometern Fahrleistung –, kommt so auf einen Bonus von etwa 250 Euro. Die Option „Sofortladen“ zum normalen, garantierten Preis steht jederzeit zur Verfügung, und mit Photovoltaikanlagen ist der Tarif ebenfalls kompatibel.

"Mit der Verlängerung unserer Zusammenarbeit setzen wir konsequent auf flexible, kundenorientierte Lösungen in der Elektromobilität. Gemeinsam mit The Mobility House Energy bieten wir einen Tarif, der für unsere Kundinnen und Kunden einen klaren finanziellen Vorteil schafft und gleichzeitig das Stromnetz entlastet."

Jörg Peine,

Bereichsleiter B2C Commodity, RheinEnergie

"Die Partnerschaft mit der RheinEnergie zeigt, wie Energiewirtschaft und unsere Technologie erfolgreich zusammenwirken. Gemeinsam machen wir die Flexibilität von Elektrofahrzeugen bereits heute für Kundinnen und Kunden sowie für das Energiesystem nutzbar – und schaffen zugleich wichtige Voraussetzungen für den nächsten Schritt: Vehicle-to-Grid."

Marcus Fendt,

Managing Director, The Mobility House Energy

Klare Rollenverteilung beider Partner

In der Kooperation bringen beide Seiten ihre Stärken ein. The Mobility House Energy stellt die Technologie bereit, die Energie- und Automobilsektor verbindet – einschließlich der intelligenten Ladelogik, der Vermarktung von Flexibilität und der Bonusberechnung für Endkundinnen und -kunden. The Mobility House Energy bündelt die Ladeflexibilität der angeschlossenen Elektrofahrzeuge zu einem virtuellen Kraftwerk und vermarktet dieses an den Energie- und Leistungsmärkten. Auf dieser Grundlage werden die Ladevorgänge in günstige Zeitfenster verschoben und die Bonusbeträge ermittelt.

Die RheinEnergie verantwortet als regional verankerter und bundesweit aktiver Energiedienstleister den Vertrieb, die Kundenbeziehung und die Vermarktung des Tarifs. Das Produkt betreiben und entwickeln beide Partner gemeinsam weiter. Über ein Bonussystem werden die Kundinnen und Kunden direkt an den Erlösen beteiligt, die durch das flexible Laden entstehen. ChargeFlex basiert auf FlexConnect Smart, einer White-Label-Lösung von The Mobility House Energy für intelligente Autostromtarife. Die Lösung wurde gemeinsam auf das konkrete Tarifmodell der RheinEnergie zugeschnitten.

Gut fürs Portemonnaie, gut fürs Stromnetz

Neben den Erlösen für Kundinnen und Kunden hilft das flexible Laden auch, das Stromnetz zu entlasten und erneuerbare Energien besser zu integrieren. Tagsüber ist Strom aus Wind- und Sonnenenergie oft im Überfluss vorhanden, während die Nachfrage gering ist; abends steigt der Bedarf, während die Erzeugung sinkt. Genau hier setzt ChargeFlex an: Indem das Laden gezielt in günstige Zeitfenster verlagert wird, lassen sich diese Schwankungen ausgleichen.

Mit der bereits heute eingesetzten Technologie für intelligentes Laden schafft ChargeFlex zugleich wichtige Voraussetzungen für den nächsten Entwicklungsschritt: bidirektionales Laden. Mit Vehicle-to-Grid (V2G) können Elektrofahrzeuge künftig nicht nur flexibel laden, sondern bei Bedarf auch Energie ins Netz zurückspeisen und so noch stärker zur Integration erneuerbarer Energien und zur Stabilisierung des Stromsystems beitragen. Vehicle-to-Home (V2H) ermöglicht darüber hinaus, die in der Fahrzeugbatterie gespeicherte Energie im eigenen Haushalt zu nutzen.

Mit der Verlängerung bis Ende 2028 schaffen beide Unternehmen die Grundlage, das Geschäftsmodell weiter zu skalieren und zusätzliche Anwendungsfälle rund um die Vermarktung von Flexibilität und sektorenübergreifende Energielösungen zu erschließen.